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Dramatischer Anstieg in nur einem halben Jahr verzeichnet

Datenklau: Immer mehr Nutzer erwischt es (Foto: pixelio.de, Antje Delater)

Datenklau: Immer mehr Nutzer erwischt es (Foto: pixelio.de, Antje Delater)

Washington/Wien (pte/15.04.2014/13:30) In den USA gibt mittler­weile fast jeder fünf­te Er­wach­sene an, dass ihm on­line schon wich­tige per­sön­liche In­for­ma­tionen wie Sozial­ver­sicher­ungs­num­mer, Kredit­kar­ten- oder Konto­daten ge­stoh­len wurden. Das geht aus einer Um­frage im Januar 2014 her­vor, deren Er­geb­nis­se das Pew Re­search Cen­ter http://pewresearch.org jetzt veröffentlicht hat. Damit ist die Zahl der Op­fer gegen­über Mit­te 2013 sehr deut­lich an­gestiegen. Dazu haben wohl große Daten­dieb­stäh­le rund um den Jah­res­wech­sel bei­ge­tra­gen.

In Euro­pa dür­fte das Prob­lem noch nicht ganz diese Dimen­sion er­reicht haben, meint Jür­gen Eckel, Ent­wicklungs­leiter von IKA­RUS Secu­rity Soft­ware http://ikarussecurity.com , im Gespräch mit pres­se­text. Das liegt an Unter­schie­den in der Men­ta­lität. "Die Leute waren in den USA lan­ge ten­den­ziell frei­giebiger mit In­for­ma­tionen", er­klärt der Ex­per­te. In­zwischen dür­fte sich das auf­grund ge­häuf­ter Vor­fälle wohl geän­dert haben.

Immer mehr Datenklau

Der Pew-Um­frage zu Jahres­beginn nach fühlt sich unter den 30- bis 49-jährigen US-Nut­zern wirk­lich schon jeder Fünf­te von Daten­dieb­stahl be­trof­fen. Bei jun­gen Er­wach­senen und Se­nioren ist der An­teil geringer, ins­ge­samt sind es da­her nur 18 Pro­zent. Doch das ist deut­lich mehr als nur ein hal­bes Jahr zuvor. Im Juli 2013 hatten ledig­lich elf Pro­zent der Be­frag­ten an­ge­geben, dass ih­nen schon ein­mal per­sön­liche Daten ge­stoh­len wurden.

Der star­ke An­stieg dürf­te damit zu­sammen­hän­gen, dass es in letz­ter Zeit viele große Fäl­le von Daten­klau ge­geben hat. So musste die Handels­ket­te Tar­get http://target.com im De­zem­ber ein­ge­stehen, dass Kredit­karten­daten von bis zu 40 Mio. Kun­den ge­stoh­len wurden. Zu­dem sol­len Namen, Telefon­num­mern und E-Mail-Adres­sen von 70 Mio. Nut­zern in die fal­schen Hände geraten sein. Im Januar wiederum hat die Nobel­ket­te Neiman Mar­cus http://neimanmarcus.com an­ge­geben, dass Hacker die Da­ten zu 1,1 Mio. Kredit­kar­ten mit­tels komp­lexer Mal­ware ge­stoh­len hät­ten.

Eine Frage der Mentalität

Währ­end Daten­klau in großem Maß­stab mitt­ler­weile ein glo­ba­les Prob­lem ist, dür­fte in den USA lan­ge ein frei­zügi­ger­er Um­gang mit Daten ein Fak­tor ge­we­sen sein. Denn wenn User bereit­wil­liger Daten her­ge­ben, gera­ten diese auch eher in fal­sche Hän­de - und das auch ganz ohne Daten­klau. "Der Daten­ver­kauf durch Unter­neh­men ist in den USA bis­lang ver­brei­te­ter als in Euro­pa", er­klärt Eckel. Frei­lich wird das bei seriö­sen Un­ter­neh­men keine Kredit­kar­ten- oder Kon­to­da­ten um­fas­sen, doch uner­war­tete Werbe-Mails han­deln sich User somit leich­ter ein. Die gän­gige Pra­xis schärft aber das Problem­bewusst­sein. "Die USA sind schon stärker sen­si­bi­li­siert als Euro­pa", so der Secu­rity-Ex­per­te.

Zu­dem gibt es struk­tu­rel­le Unter­schie­de. "Sen­sib­le Daten im Ge­sund­heits­bereich lie­gen in Euro­pa eher in staat­lich-in­sti­tu­tionel­ler Hand", betont Eckel. Da­her soll­te auch von rela­tiv hohen Sicher­heits­stan­dards aus­zu­gehen sein. In den USA, wo pri­vate An­bieter im Ge­sund­heits­bereich viel mehr Tradi­tion haben, ist das Risiko so­wohl der Daten­weiter­gabe als auch von kleineren Daten­dieb­stäh­len in diesem Sek­tor höher - und da geht es dann wirk­lich um kri­tische per­sonen­be­zogene In­for­ma­tionen.

(Ende)

 

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