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Eindringlinge lesen Dateisystem aus, um gezielt leichte Opfer zu finden 
Fingerabdruck: Jeder Rechner ist anders (Foto: flickr.com/Alan Levine)
Fingerabdruck: Jeder Rechner ist anders (Foto: flickr.com/Alan Levine)

 

San­ta Clara (pte004/10.03.2016/06:15) - IT-Ex­per­ten von Mal­ware­bytes http://de.malwarebytes.org war­nen vor Cy­ber-An­grei­fern, die ihre Machen­schaf­ten auf den Rech­nern ihrer Op­fer ver­schlei­ern. Dabei geht es um "Mal­ver­ti­sing", also das Ver­brei­ten schäd­licher Pro­gram­me über Werbe­an­zei­gen. Hier­bei wird neuer­dings sogar das Datei­sys­tem der be­fal­lenen Com­puter aus­ge­lesen, um einen ein­deu­tigen digi­talen Fin­ger­ab­druck zu er­stel­len. Über diesen wird dann fest­gestellt, ob das Sys­tem gut geschützt ist oder nicht.

Gut geschützt oder leichtes Opfer

"Mal­ver­ti­sing ist normaler­weise vom Prin­zip her sehr sim­pel: Sein ein­ziger Zweck ist es, einen Nut­zer auf eine schäd­liche Web­seite zu leiten", zitiert das Bran­chen­por­tal "Tech­News­World" Jerome Segura, Senior Secu­rity Researcher bei Mal­ware­bytes. Die neueste Mal­ver­ti­sing-Wel­le unter­scheide sich aber deut­lich davon: "An­stel­le, dass man Sie ein­fach auf eine Mal­ware-Seite um­leitet, wird nun ein digi­taler Fin­ger­ab­druck Ihres Rech­ners er­stel­lt. Auf diese Weise wollen die An­greifer heraus­fin­den, ob Sie ein gut geschütz­ter User, ein Sicher­heits­for­scher oder ein leich­tes Op­fer sind", er­läu­tert Segura.

"Mal­ver­ti­sing ist kein neues Phä­no­men, aber eines, das an Be­deu­tung zu­nimmt", stellt Chris­tian Funk, Senior-Virus-Ana­lyst bei Kas­per­sky Lab http://kaspersky.com , gegen­über pres­se­text fest. Grund sei, dass es eine Mög­lich­keit dar­stellt, Schad­soft­ware sehr effi­zient zu ver­breiten. "Auch als Ex­per­te kann man nicht in 100 Pro­zent der Fäl­le al­le Mal­ware-Fäl­le auf­spüren. Cy­ber-Krimi­nel­le greifen auf immer neue Tricks zurück, um ihre Machen­schaf­ten zu ver­schlei­ern", betont der Fach­mann, der Usern zum In­stal­lieren einer aktuel­len Anti-Viren­soft­ware rät. "Ohne guten Schutz ist man sol­chen An­grif­fen als An­wen­der hoff­nungs­los aus­ge­lie­fert", so Funk.

Ransomware am häufigsten verbreitet

Die häufig­ste Art von Schad­soft­ware, die über Mal­ver­ti­sing ver­brei­tet wird, ist laut Mal­ware­bytes Ran­som­ware. Das sind Pro­gram­me, mit deren Hil­fe ein Ein­dring­ling eine Zu­griffs- oder Nut­zungs­ver­hin­derung der Daten sowie des ge­sam­ten Com­puter­systems erwirkt. Pri­vate Daten werden dabei ver­schlüs­selt oder der Zu­griff darauf ver­hin­dert. Für eine Ent­schlüssel­ung oder Frei­gabe ver­lan­gen die An­greifer dann ein Löse­geld. "Als Sicher­heits­ex­per­te wür­de ich aller­dings allen Be­trof­fenen raten, das ge­for­der­te Löse­geld nicht zu be­zah­len, da da­durch nur die ge­sam­te Un­ter­grund-Krimi­na­li­tät im Web weiter an­ge­feuert wird und noch mehr Ran­som­ware ver­schickt wird", unter­streicht Segura ab­schließend.

(Ende)

Aussender: pressetext.redaktion
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