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Datenübertragung verbraucht häufig mehr Energie als wirklich notwendig
Viele Apps: können Akku unnötig belasten (Foto: Ute Mulder, pixelio.de)
Viele Apps: können Akku unnötig belasten (Foto: Ute Mulder, pixelio.de)

 

Linköping (pte004/18.05.2016/06:15) - Apps und Games für mobile Geräte wie Smart­pho­nes fres­sen oft un­nötig viel Strom, wenn sie mit dem In­ter­net ver­bun­den sind. Das hat der In­for­mati­ker Ek­hiotz Jon Ver­gara von der Uni­ver­si­tät Link­öping http://liu.se/?l=en im Rah­men seiner Dis­ser­ta­tion fest­ge­stellt. Der Ener­gie­ver­brauch hängt dem­nach nicht nur von der Men­ge der über­tra­genen Daten ab, son­dern auch von der Art, wie diese über­mit­telt werden. Zu­dem scheint bei Games teils frag­lich, warum sie so viele Daten über­mit­teln. So er­geben sich dem For­scher zu­folge teils große Ener­gie­spar-Poten­ziale.

Messaging-Tricks

Damit Smart­phone und Co län­ger laufen, wird vor al­lem viel in die Ent­wick­lung von Ak­ku-Techno­lo­gien gesteckt. Dabei gibt es soft­ware­seitig Spar­poten­zial. "Bis­lang haben App-Ent­wick­ler sich nicht be­son­ders um den Energie­ver­brauch ihrer Apps geküm­mert, doch immer mehr, wie etwa Spotify, machen sich Ge­dan­ken", erklärt Ver­gara. Mit "Energy­Box" hat er ein Tool ent­wickelt, das misst, wie viel Strom die Daten­ver­bin­dun­gen von Apps und Games fres­sen. Dabei hat sich gezeigt, dass der Ver­brauch oft er­schreckend hoch ist und es teils einfache Energie­spar-Tricks gäbe.

 

Unter anderem hat sich der Infor­ma­tiker diverse Mes­sa­ging-Apps an­ge­sehen, da­runter Skype, Kik http://kik.com und Goog­le Hang­outs. "Die über­tra­gene Daten­menge ist nicht propor­tional zum Energie­ver­brauch", hält er fest. So sei Google Hang­outs eher energie­effizient, Kik da­gegen ein ech­ter Strom­fres­ser. Dabei könn­ten Messa­ging-Apps oft mit einem ein­fachen Trick Strom sparen. "Of schrei­ben, senden, schreiben und senden wir. Wenn die App in eine Quel­le speichert, was wir schrei­ben, und dann al­les auf ein­mal sen­det, kön­nen wir bis zu 43 Pro­zent der Ener­gie sparen", so Vergara.

Datenmoster Games

Bei einem Test von 20 Games war klar, dass Multi­player-On­line-Spiele einen hohen Daten­be­darf haben und daher eher viel Strom für Über­tra­gungen auf­wenden. "Den­noch sind man­che Einzel­spieler-Games ohne Wer­bung trotz­dem Top-Energie­ver­braucher", meint Ver­gara. So ver­braucht das Tower-Defen­se-Spiel "Tower Mad­ness" sieben Mal so viel Ener­gie wie der Kon­kur­rent "Elemen­tal Tower Defen­ce", ob­wohl der 63 Mal mehr Daten über­trägt. Bei beiden Games scheinen Daten­über­tragung und damit ver­bun­dener Strom­ver­brauch zudem völ­lig un­nötig - sie funk­tion­ieren wie al­le ge­teste­ten Einzel­spieler-Games auch ohne Inter­net­ver­bin­dung ein­wand­frei.

Bis­lang gibt es für Ent­wick­ler keine wirk­lichen An­reize, auf Energie­effizienz zu ach­ten. Dieses Prob­lem müs­se an­ge­sprochen werden, so Ver­gara. Aller­dings betont der In­for­ma­ti­ker, dass die Sache komp­lex ist. Denn der Ener­gie­ver­brauch hängt von Netz­werk­struk­turen, Hard­ware, Betriebs­system und anderen auf einem Gerät laufenden Apps ab. Er habe nun Ansät­ze auf­gezeigt, wie man den Strom­ver­brauch von Apps sen­ken könn­te.

(Ende)

 
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