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Experten und Mobilfunker warnen vor Sperren und rechtlichen Folgen

Handy: Mit SMS soll Geld verdient werden (Foto: flickr.com/Gunnar Bothner-By)

Handy: Mit SMS soll Geld verdient werden (Foto: flickr.com/Gunnar Bothner-By)

London (pte/19.12.2013/06:05) In Groß­bri­tan­nien sorgt zur­zeit ein neuer Smart­phone-Trend für Auf­re­gung bei Secu­rity-Ex­per­ten und Mobil­funk­an­bietern. Im Kern geht es da­bei um ein viel­ver­sprechen­des Geschäfts­mo­dell: Handy­be­sit­zer kön­nen Geld ver­dienen, in­dem sie ihr nicht aus­ge­schöpf­tes SMS-Kon­tingent Drit­ten zur Ver­füg­ung stel­len, damit diese über ihre Geräte eigene Nach­rich­ten ver­schicken kön­nen. An­bie­ter wie die Gra­tis-An­droid-App Bazuc http://earn.bazuc.net ködern User mit einem Ver­dienst von 0,001 Cent pro ver­schick­ter SMS und dem Ar­gu­ment, dass sie da­durch ihren eigenen Handy­ver­trag re­fi­nan­zieren kön­nen. "Diese Apps kön­nen eine riesige Zahl von Nach­richten weiter­leiten und letzt­end­lich dazu füh­ren, dass die be­trof­fene Num­mer blockiert oder ge­sperrt wird, warnt die Sicher­heits­fir­ma Adap­tive Mobile http://adaptivemobile.com.

1.000 SMS bringen einen Euro

"Es gibt im­mer wie­der neue Geschäfts­ideen, die ver­suchen Pro­fit aus neuen Ent­wick­lungen in einem Markt zu schla­gen. Auf dem deut­schen Mobil­funk­markt ist diese Ent­wick­lung aber noch nicht so ver­brei­tet", er­klärt Bet­tina Seute, Pres­se­sprecherin des On­line-Handy­tarif-Bera­ters Tel­tarif http://teltarif.de , im Gespräch mit pres­se­text. Für einige Nut­zer möge die Vor­stel­lung, mit dem nicht aus­ge­schöpt­fen SMS-Kon­ting­ent Geld zu ver­die­nen und damit ihren Ver­trag zu re­finan­zieren, sicher­lich at­trak­tiv sein. "Die Gefahr liegt je­doch darin, dass über den je­wei­ligen SMS-Ac­count Nach­rich­ten un­be­kann­ten In­halts ver­sen­det wer­den. Ob es sich um le­ga­le oder il­le­ga­le In­hal­te han­delt, weiß der Nut­zer nicht. Er würde im schlimm­sten Fall zur Ver­ant­wort­ung ge­zo­gen wer­den", betont Seute.

Die Ex­per­tin be­zwei­felt zu­dem, dass sich die Nutz­ung sol­cher App tat­säch­lich finan­ziell loh­nen kann: "Ein ein­faches Rechen­bei­spiel zeigt: Die Ver­sen­dung von 1.000 SMS bringt gerade mal einen Euro, was in keinem Ver­hält­nis zu den mög­lichen Fol­gen steht". Der Nut­zer müs­se sich dar­über im Klaren sein, dass das Gan­ze nicht legal ist bzw. den Nut­zungs­be­din­gungen seines Ver­tra­ges wider­spricht. "Es ist in den AGB der Mobil­funk­netz­be­treiber in Deutsch­land unter­sagt, SMS gewerb­lich zu nut­zen. Beim Ver­kauf der un­genutz­ten Nach­rich­ten han­delt es sich um eine gewerb­liche Nutz­ung. Somit be­steht die Ge­fahr, dass der An­bieter den Ac­count sperrt. Außer­dem kön­nen auf den User recht­liche Kon­se­quen­zen zu­kom­men", so Seute.

Maximal 30 Euro pro Monat

"Wir zah­len für jede nicht ver­wen­de­te SMS", ver­spricht Bazuc seinen Nut­zern. Wer auf diese Weise Geld ver­dienen will, müs­se nur die ent­sprechende Gratis-App her­unter­laden, in­stal­lieren und sich für den Ser­vice regis­trieren. Dafür gibt es dann einen ein­ma­ligen "Sign-up-Bonus" von einem Euro, eine Aus­zahlung ist ab fünf Euro mög­lich. "Der User ist sel­bst in der Lage zu ent­schei­den, wie viele SMS täg­lich über sein Handy ver­schickt wer­den kön­nen", heißt es weiter. Von zehn bis 1.000 reichen die Ein­stel­lungs­mög­lich­keiten. Maxi­mal zahlt Bazuc seinen Kunden al­ler­dings 30 Euro pro Monat. "Das ist nicht viel, aber wenn Sie wie die meis­ten Men­schen eine monat­liche Handy­rech­nung von etwa 30 bis 60 Euro haben, so wür­den wir im Wesent­lichen den Großteil Ihrer monat­lichen Telefon­kos­ten über­neh­men", so der Betreiber.

(Ende)

 

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