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Touchscreens verdrängen traditionelles Spielzeug immer häufiger

Malendes Kind: wird immer seltener (Foto: flickr.com, National Assembly Wales)

Malendes Kind: wird immer seltener (Foto: flickr.com, National Assembly Wales)

New York/Zürich/Wien (pte/24.02.2014/13:53) Die di­gi­ta­le Re­vo­lu­tion macht auch vor dem Kin­der­zim­mer nicht mehr Halt. Eine Be­fra­gung http://bit.ly/1fkSklK der Micha­el Cohen Group http://mcgrc.com ver­deut­licht, dass bereits 60 Pro­zent der Kin­der zwischen null und zwölf Jah­ren ihre Zeit lie­ber mit einem Touch­screen-Gerät als tra­di­tionel­lem Spiel­zeug ver­brin­gen.

Zeichen einer neuen Generation

"Wie sich die frühe Tab­let­nutz­ung von Kin­dern auf ihre Ent­wick­lung aus­wirkt, wird sel­bst unter Ex­per­ten sehr hef­tig dis­ku­tiert. Einige sind der An­sicht, dass eine zu frühe Nutz­ung der Ent­wick­lung des Gehirns schadet. An­dere sehen es als frühe För­der­ung not­wen­di­ger Kom­pet­en­zen", er­läutert Psy­cho­lo­ge Mar­tin Gos­ten­tschnig http://lifeisart.at die The­ma­tik im Ge­spräch mit pres­se­text.

Der Ex­perte sieht die Wahr­heit in der Mit­te. "Prob­le­ma­tisch ist, wenn das Tab­let andere Spiel­for­men völ­lig er­setzt. So­fern es sich um eine Er­gänz­ung han­delt, ist aus meiner Sicht nichts da­ge­gen ein­zu­wen­den. Un­kon­trol­lier­tes und un­ein­ge­schränk­tes Spielen soll­te je­doch ver­mie­den werden. Aus der heuti­gen Lebens­welt sind elek­tro­nische Geräte ein­fach nicht mehr weg­zu­den­ken und davon sind auch un­sere Kin­der betrof­fen."

Traditionelles wird ausgetauscht

Puzz­les, Pup­pen oder Action­fi­gu­ren wer­den von der heuti­gen jun­gen Genera­tion lie­ber gegen ein Tab­let ge­tauscht, wel­ches bereits 36 Pro­zent der Kin­der ihr Eigen nen­nen kön­nen. Die Nutz­ung der Devi­ces vari­iert von Spie­len zu Ler­nen, wo­bei sich diese beiden Bereiche oft­mals über­schnei­den. Kin­der sind sich je­doch einig, dass sie in ers­ter Linie Games spie­len und Videos an­se­hen wol­len, währ­end für knapp 20 Pro­zent ihrer Eltern der bil­den­de Charak­ter im Vor­der­grund steht, wenn sie ein sol­ches Gerät für ihre Spröss­lin­ge er­wer­ben.

Die Er­geb­nis­se der Stu­die sehen Vor- und Nach­teile im Ein­zug der di­gi­ta­len Welt ins Kin­der­zim­mer. Wer­den fein­mo­to­rische Fähig­kei­ten im Um­gang mit Touch­screen-Geräten ge­för­dert, kom­men grob­mo­to­rische Talente eher beim Spie­len mit Bau­klöt­zen, Stift und Schere zur Gelt­ung. Währ­end tra­di­tionel­les Spiel­zeug oft­mals in der sozia­len Grup­pe ver­wen­det wird, för­dert es eben­so das Kon­kur­renz­den­ken, was bei der al­leinigen Be­schäf­tig­ung mit Tab­lets nicht der Fall ist, denn dort spielt das Kind ledig­lich gegen sich sel­bst oder den Com­pu­ter.

Generell bleibt Vorsicht geboten

"Das Tab­let mit Inter­net­zu­gang ist ein offenes Sys­tem, das auch nega­tive Fol­gen haben kann, wenn El­tern gar nicht mehr wis­sen, was das Kind macht. Sie sind oft ganz be­geis­tert, dass ihr kleines Kind bereits diese di­gi­ta­len Geräte be­die­nen kann, schät­zen dabei je­doch falsch ein, dass tech­ni­sche Kom­pe­tenz nur einen klei­nen Teil der Medien­kom­pe­tenz aus­macht. In­hal­te müs­sen un­be­dingt ge­mein­sam re­flek­tiert wer­den", er­klärt Ber­nad Bati­nic, JKU-In­sti­tuts­vor­stand für Päda­go­gik und Psy­cho­lo­gie http://jku.at , im In­ter­view mit pres­se­text.

Al­ler Un­ken­rufe zum Trotz sol­len Kin­der aber vor al­lem keine Angst vor neuer Tech­nik haben, er­läutert Ent­wick­lungs­psy­cho­lo­gin Bri­git­te Rol­lett vom In­sti­tut der Ent­wick­lung­spsy­cho­lo­gie der Uni­ver­si­tät Wien http://entw-psy.univie.ac.at (pres­se­text berich­te­te: http://pressetext.com/news/20140205014 ).

CEO Michael Cohen zeigt sich von der Ent­wick­lung jeden­falls be­geis­tert und ver­gleicht den media­len Wan­del mit dem Sieges­zug des Fern­se­hers, der viel län­ger ge­dauert hät­te, als die Po­pu­la­ri­täts­ex­plo­sion di­gi­ta­ler Geräte heut­zu­ta­ge. "Wir ver­fol­gen die Ent­wick­lung von Kin­dern seit etwa 30 Jahren und noch nie habe ich die Welt sich so schnell än­dern ge­se­hen, wie sie es heute tut."

(Ende)

 

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