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Engagement reicht häufig nicht über ein "Like" hinaus

Hund: bringt eher mehr Spenden ein als Facebook (Foto: pixelio.de/Rolf Handke)

Hund: bringt eher mehr Spenden ein als Facebook (Foto: pixelio.de/Rolf Handke)

San Diego/Chapel Hill/London/Wien (pte/06.03.2014/06:10) On­line-Akti­vis­mus führt nur sehr sel­ten dazu, dass für kari­ta­tive Zwecke ge­spen­det wird, zeigt eine ak­tuel­le Stu­die. Laut einem Bericht in Socio­logi­cal Science geben viele Nut­zer im Soc­ial Web zwar an, sich für ein gemein­nützi­ges Thema zu inte­res­sieren, den­noch führt ein "Like" auf Face­book fast nie zu einer tat­säch­lichen Spen­de.

"In Ös­ter­reich spielt das On­line-Spen­den nur eine mar­gi­na­le Rol­le im Gegen­satz zum klas­sischen Spen­den. Der Trend könnte sich schnell än­dern, wenn die jetz­igen Haupt-User von so­zia­len Netz­wer­ken in das Al­ter kom­men, in dem sie spen­den. Den Spen­den­be­ginn beo­bach­ten wir bei etwa 50, 55 Jah­ren - diese Al­ters­grup­pe ist im So­cial Web je­doch ver­gleichs­weise wenig prä­sent", so Günt­her Lut­schin­ger, Chef des Fund­rai­sing Ver­band Aust­ria http://fundraising.at , gegen­über pres­se­text.

99,76 Prozent spenden nicht

Die For­scher Kevin Lewis, Kurt Gray und Jens Mei­er­hen­rich haben ihre Beo­bach­tun­gen am "Save Dar­fur Cause" auf Face­book fest­ge­macht. Die App­li­ka­tion der Platt­form "Cau­ses" http://causes.com , die über das soziale Netz­werk läuft, war hoch­fre­quen­tiert. Über eine Mio. User interes­sier­ten sich im Zeit­raum Mai 2007 bis Januar 2010 dafür, den Genozid im Sudan zu be­enden. Je­doch spen­de­ten 99,76 Pro­zent der Grup­pen­mitglieder keinen ein­zigen Cent, um die Be­woh­ner von Dar­fur zu ret­ten.

80 Pro­zent der ver­meint­lichen Unter­stüt­zer des "Save Dar­fur Cause" auf Face­book wur­den von an­deren Grup­pen­mit­glie­dern re­kru­tiert. Aber 72,19 Pro­zent lu­den nie sel­bst jeman­den in die Grup­pe ein. In­teres­santer­weise waren jene 20 Pro­zent der Unter­stüt­zer, die der Grup­pe aus eigenen Stücken bei­getre­ten waren, beson­ders geneigt zu spen­den und weitere Mit­glie­der zu re­kru­tieren.

Online-Spende nicht angesagt

"Bei Er­he­bun­gen, wie die Men­schen am lieb­sten spen­den, ist der Er­lag­schein nach wie vor ganz weit vorne. Bei akuten Kata­strop­hen sind SMS-Spen­den ein belieb­tes Tool - im gesam­ten Spen­den-Auf­kom­men von öster­reich­weit et­wa 510 Mio. Euro im Jahr spie­len aber auch SMS eine noch geringe Rolle", er­klärt Lut­schin­ger.

Und auch For­scher Lewis be­kräf­tigt: "Die Studie ist ein be­deuten­des Gegen­ge­wicht zum un­ge­zügel­ten En­thu­sias­mus für die Wir­kungs­kraft von sozialen Netz­wer­ken. Ihnen wohnt kein Zauber in­ne. Social Media kann zwischen­mensch­liche Bind­ungen ak­ti­vieren, aber wird nicht un­be­dingt nor­male Bür­ger zu Hy­per-Akti­vis­ten machen." Und fügt im Fall des "Save Dar­fur Cause" an: "Das Enga­ge­ment hat wohl nicht für mehr als einen Klick gereicht."

(Ende)

 

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