Cyber Security: 52,5 Milliarden Euro Schaden durch Angriffe auf Homeoffice-Arbeitsplätze

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Biedenkopf (24.08.2021) Hackerangriffe auf Mitarbeiter*innen im Homeoffice haben 2020 bei deutschen Unternehmen Schäden von 52 Milliarden Euro verursacht. Die Folge: Datendiebstahl, Industriespionage und Sabotage. Dies teilte das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) am 26.08.2021 zu Berechnungen einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom mit.

Insgesamt haben Cyberkriminelle damit bei den Unternehmen 2020 einen so hohen Schaden verursacht wie noch nie - rund 223 Milliarden Euro. 2019 waren noch rund 103 Milliarden Euro, 2017 rund 52 Milliarden Euro. "Das Homeoffice ist für Cyberkriminelle ein Geschenk", erklärte das IW. Denn jeder Mitarbeitende, der von zu Hause arbeite, nutze Verbindungen über herkömmliche Router - stellenweise sogar ohne eine sichere VPN-Verbindung -, die oft leichter angegriffen werden könnten als solche im Firmennetzwerk.

Deshalb muss die IT-Sicherheit während der Pandemie besonders geschützt werden. Das sei bei vielen Unternehmen offensichtlich nicht der Fall gewesen. Ein Viertel der Schadenszunahme aus dem vergangenen Jahr lässt sich auf die Arbeit im Homeoffice zurückführen. "Zu oft gab es keine Firmen-Laptops, keine Schulungen und keine Sicherheitskonzepte", sagte IW-Studienautorin Barbara Engels. Die Folge sind gestohlene Daten, lahmgelegte Netzwerke und erpresste Unternehmen.

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Bildquelle: Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

 

"Hier sparen Unternehmen an der falschen Stelle"

IW-Expertin Engels geht auch von einer hohen Dunkelziffer aus: Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten sind in der Studie nicht berücksichtigt - sie haben aber meist den größten Nachholbedarf bei IT-Sicherheit. Angriffe könnten hier existenzbedrohend sein. Andere Schäden ließen sich nicht beziffern, weil sie nicht direkt auf Cyberangriffe zurückgeführt würden oder indirekt entstünden, etwa durch fehlende Umsätze oder Reputationsschäden. "Spätestens jetzt ist es an der Zeit, das Homeoffice flächendeckend IT-sicher zu machen. Hier sparen Unternehmen an der falschen Stelle", warnte Engels.

Was können Homeoffice-Mitarbeiter*innen sonst noch tun?

Essentiell ist - neben einem technisch schwach abgesicherten Homeoffice-Arbeitsplatz - auch die Sensibilisierung auf Cybergefahren. 98% aller befragten Mitarbeiter*innen aus öffentlichen Organisationen und Privatwirtschaft (Quelle: Umfrage der BID:IT Academy) gaben an, keinerlei Kenntnisse über Cyber Awareness (Sensibilisierung auf Cybergefahren) zu besitzen und auch arbeitgeberseitig keine Schulungsmaßnahmen hierfür angeboten werden.

Der eLearning-Kurs Cyber Awareness - Business der BID:IT Academy vermittelt Ihnen durch Top-Experten ein fundiertes Wissen in dieser Thematik. Höhepunkt des Kurses ist die forensische Untersuchung einer eMail-Nachricht auf Echtheit. Absolvent*innen erhalten nach bestandenen Prüfung das Zertifikat zum "Cyber Awareness Specialist (m/w/*)"

 

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